Paul Mc Laren
Der englische Bildhauer und Designer wurde 1961 in Manchester geboren. Von 1980 bis 1983 studierte er am Exeter College of Art and Design. Als Bildhauer realisierte er nach Abschluss seines Studiums zahlreiche Ausstellungen und Performances in Manchester, London, Glasgow, New York, Prag, Kanada, Norwegen und Russland bis seine Arbeit 1990 eine dramatische Wendung nahm. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf die Straße, wo man auf ein breiteres und direktere Weise forderndes Publikum treffen konnte.
Das Wissen über historische Fakten, Riten, Mythen und Mysterien, angewandt durch den Carnival-Grundsatz des turning the world upside down, „stell die Welt auf den Kopf“, schuf den Nährboden für eine Neuerfindung einer anderen künstlerischen Form, die sich übergreifend aus Elementen der bildenden und darstellenden Kunst zusammen setzt.
Die im Studium erworbenen bildhauerischen Fertigkeiten bildeten eine weitere Facette seines Verlangens, kaputte Motoren und Maschinen wieder zum Leben zu erwecken, aber mit der Funktion, eine menschliche Emotion in mechanischer Form voran zu treiben. Dies ebnete den Weg zum Mechanon (mechanical nonsense), der das Objekt personifizierte und auf den Weg hin zu kinetischen Kostümen führte, die zu Paul Mc Laren’s Markenzeichen wurden, gepaart mit seiner Leidenschaft für die künstlerischen Arbeiten eines Gustave Courbet, Jean Tinguely, Francis Picabia, Josef Beuys oder des Dadaismus: Duchamp, Hausmann, Tzara. Die Arbeit von Alfred Jarry und das zeitgenössische Schaffen von Peter Greenaway waren der Kontext von Paul Mc Laren’s world of making sense from the absurd, seiner Welt des “Sinn-Machens aus dem Absurden“, aus dem Ignorierten und Vergessenen.
Als Ergebnis lässt er uns zurück mit beweglichen Skulpturen und großen, präzise gebauten, mechanischen, kinetischen Konstruktionen – Objekte, deren Funktion es ist, die Maschine zum Leben zu erwecken, mit der Kraft menschlicher Energie. Der menschliche Körper bildet den Ausgangspunkt. Bei der Präsentation fließen die einzelnen Sparten, Musik, Tanz, Performance, Bildhauerei, zu einer hybriden Kunstform zusammen.
Vor dreizehn Jahren initiierte Paul Mc Laren den Carnival der Kulturen in Bielefeld. Er gewann zahlreiche Preise mit seinen Großinstallationen. Mit der Gruppe Shademakers zeigt er seine Arbeiten weltweit bei Strassenparaden und Festivals.


